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SPD Mainhausen fordert finanzielle Unterstützung des Landes bei Kinderbetreuung

Hessenweit fehlen 37.200 Betreuungsplätze / Kinderbetreuung weiterhin oberste Priorität

Nach einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung fehlen im Land Hessen rund 37.200 Kita-Plätze. Im U3-Bereich ist die Lage besonders schwierig. Berechnungen zufolge müssen hier etwa 10.700 Erzieherinnen und Erzieher eingestellt werden, um den Bedarf an Krippenplätzen zu decken. Bis zum Jahr 2030 prognostiziert die Bertelsmann-Stiftung sogar einen zusätzlichen Bedarf von 25.000 Betreuerinnen und Betreuer. „Das ist in Mainhausen natürlich nicht anders“, stellt Benjamin Schlett-Salchow, selbst Mitglied im Sozialausschuss, fest. „Wenn das so weiter geht, sind wir  von einen realisierten Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung weit entfernt. Allein in den Mainhäuser KiTas  fehlen 23 Erzieherinnen und Erzieher.“

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„Die Kinderbetreuung hat in Mainhausen weiterhin oberste Priorität“, betont Sozialausschussvorsitzende Felicitas Mohler-Kaczor. „Wir schöpfen all unsere Möglichkeiten aus, um die KiTa-Plätze so gut wie es geht auszuweiten.“ Neben den Bau einer neuen Kindertagesstätte im Neubaugebiet Mainfächer zahlt die Gemeinde Mainhausen auch eine Arbeitsmarktzulage, um Erzieherinnen und Erzieher nach Mainhausen zu locken. Im Entwurf des Haushaltspans für das Jahr 2023 ist im Bereich der Kindertagesstätten ein Defizit von etwa 4,2 Millionen Euro vorgesehen, welches von der Gemeinde getragen wird. Dazu kommen Zuschüsse an die kirchlichen Träger sowie an die Tagesmütter, die die Betreuung von Mainhäuser Kinder übernehmen. „Ohne neu ausgebildetes Fachpersonal können wir die Lage jedoch nicht stemmen.“

„Wir brauchen deshalb endlich engagiertes Handeln der schwarz-grünen Landesregierung“, fordert Fraktionsgeschäftsführer Marco Schreiner. „Die Kommunen sind unter anderem wegen den steigenden Energiekosten ohnehin schon angeschlagen. Es braucht daher eine finanzielle Unterstützung des Landes, um die Kommunen bei den Betriebs- und Personalkosten zu unterstützen. Die Zuschüsse des Landes reichen jetzt schon nicht aus, um die Kosten zu decken. Die jährliche Steigung der Zuschüsse um zwei Prozent steht in keinen Verhältnis zu den tatsächlichen Kostensteigerungen der Inflation, Tariferhöhungen sowie im Energie- und Baubereich. Auch bessere Ausbildungsbedingen für Erzieherinnen und Erzieher sind maßgeblich für eine Entspannung der aktuellen Lage.“